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Herzlich Willkommen auf der Website der Bahá'i Gemeinde Friedberg


Aktuell

September 2008

Gesellschaft für bedrohte Völker präsentiert Menschenrechtsreport:

Unterdrückung und Verfolgung der Bahá'i im Iran spitzen sich zu

Gesellschaft für bedrohte Völker

 

Die Unterdrückung und Verfolgung der Bahá'i, der mit 300.000 Angehörigen größten religiösen Minderheit des Iran, spitzt sich offenbar zu einem systematisch betriebenen "Ethnozid" zu, d.h. zu einer vorsätzlichen Vernichtung ihrer Religion und Kultur. Davor warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in ihrem neuen 47-seitigen Men­schenrechtsreport "Bahá'i im Iran: Strangulierung einer religiösen Gemeinschaft", der dem Menschenrechtsbeauf­tragten der Bundesregierung, Günter Nooke, am 19. Juni 2008 auf einer Pressekonferenz in Berlin offiziell übergeben wurde.

Seit Amtsantritt von Präsident Mahmud Ahmadinedschad hätten Schikanen, Übergriffe, Hasspredigten gegen Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft sowie diffamierende Medienberichte, aber auch Beschlagnahmungen, die Zerstörung von Friedhöfen und anderen heiligen Stätten der Bahá'i deutlich zugenommen, heißt es in dem Report. Beson­ders beunruhigend sei das neu geplante "Apostasiegesetz", das vorsehe, den Abfall vom Islam im Iran künftig mit dem Tod zu bestrafen.

Dieses Gesetz soll auch außerhalb iranischer Grenzen gelten. Deshalb wären Bahá'i auch in anderen Ländern nicht mehr sicher.

Die sieben inhaftierte Bahá’í: (von links sitzend): Behrouz Tavakkoli, Saeid Rezaie, (stehend): Fariba Kamalabadi, Vahid Tizfahm, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Mahvash Sabet

Für die Führungsriege der Bahá'i im Iran befürchte die GfbV das Schlimmste, sagte der Leiter des GfbV-Büros in Berlin, Christian Zimmermann. Die fünf Männer und eine Frau seien am 14. Mai 2008 vom Geheimdienst festgenommen worden und bis heute in Haft.

Ihr Schicksal erinnere an das des Nationalen Geistigen Rates der Bahá'i, dessen Mit­glieder Anfang der 80-er Jahre verschleppt worden waren und nie wieder auftauchten.

In dem GfbV-Report wird ausführlich auf das so genannte Golpaygani-Dekret Nr. 1327/M/S des Obersten Iranischen Revolutions-Kulturrates (ISRCC) von 1991 eingegangen.

In diesem vertraulichen Dokument wird die Staatsdoktrin im Umgang mit den Bahá'i formuliert. Es ist von Ayatollah Khamenei durch eigene Unterschrift gebilligt, schreibt die Ausgrenzungspolitik gegenüber den Bahá'i fest.

Ihnen ist die Ausübung ihres Glaubens strikt verboten, und die Aufnahme in höhere Bildungseinrichtungen wird ihnen verwehrt. Arbeitgeber, die Bahá'i beschäftigen, werden mit Schließung ihres Betriebes bedroht. Straftaten gegen Bahá'i werden nicht geahndet.

Viele Direktiven des Militärs, des Innenministeriums und des Wissenschaftsministeriums beziehen sich ausdrücklich auf das Golpaygani-Dekret. So wird vom Innenministerium in einem Dokument angeordnet, dass die Bahá'i ausgespäht und Daten aus allen Lebensbereichen gesammelt werden sollen - wie über Wohnort, finanziellen Status, politische und ökonomische Aktivitäten. Kommunikation mit anderen Organisationen, Ort der Fried­höfe etc.

Der Iran ist das Ursprungs­land der Bahá'i-Religion. Sie wurde im 19. Jahrhundert von ihrem Stifter Baha'u'lláh aus dem schiitischen Islam heraus entwickelt und hat heute welt­weit rund 7,7 Millionen Anhän­ger.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker widmet das Heft 54 den Verfolgungen der iranischen Bahá'i-Gemeinde. Das Heft kann hier (4,2 MB) abgerufen werden.

Aktuelle Informationen über die Verfolgung der Bahá'i im Iran finden Sie auch unter www.bahai.de/presse/iran/

Bitte unterstützen Sie auch die "Kölner Erklärung" unter www.koelner-erklaerung.info


September 2008

Beteiligung der Bahá'i Gemeinde Friedberg an der Interkulturellen Woche

Beteiligung der Bahá'i Gemeinde Friedberg an der Interkulturellen Woche

Beim interkulturellen Begnungsfest unter dem Motto „Alle in einem Boot" laden wir Sie dazu ein, uns im lockeren Rahmen persönlich kennen zu lernen. Wir werden bei dem Fest nicht nur leckere Suppen aus verschiedenen Ländern servieren, sondern auch ab 15 und ca. 15:30 Uhr einen "Raum der Stille" anbieten, sowie ab 16 Uhr einen Vortrag von Herrn Prof. Dr. Maruhn über persische Geschichte. Ausserdem werden wir mit einem kleinen Infostand vertreten sein.

Die Organisatoren schreiben über das Fest: "Das interkulturelle Begegnungsfest soll ein Fest werden mit Musik- und Tanzdarbietungen, Spiel und Spaß für jung und alt. Im großen Saal des Bürgertreffs werden Ausstellungen zu sehen sein; kleine Inseln locken mit kunsthandwerklichen Kreationen. Zu den Verlockungen werden feine Suppen aus internationalen Küchen zählen. Gesprächsrunden und kurze Vorträge wollen Menschen unterschiedlicher Herkunft einander näher bringen und die gemeinsame Verantwortung für unser Gemeinwesen fördern."

Das interkulturelle Begegnungsfest findet am Sonntag, den 28.9.2008 ab 15 Uhr im Bürgertreff Beienheim statt.

Weitere Informationen zu dem Fest und anderen Veranstaltungen der "Interkulturellen Wetterau" finden Sie unter: www.interkulturelle-wetterau.de


August 2008

Werte lernen und leben

Kinderklassen der Bahá'í für Kinder im Alter von 4 - 11 Jahren

Werte lernen und leben

 

Unsere Kinder werden in ihrem Leben vielen Problemen und Herausforderungen begegnen. Sie tragen den Samen unserer zukünftigen Gesellschaft in sich und werden vor allem dadurch geformt, wie wir für sie sorgen und sie fördern. Daher ist es wichtig, dass sie nicht nur schulisches Wissen erwerben, sondern auch einen guten Charakter und soziale Kompetenz entwickeln.

Eine der Lehren der Bahá'í-Religion ist, dass alle Religionen von einem einzigen Gott kommen.

Geistige Wahrheit ist universell. Daher überrascht es auch nicht, dass alle Religionen ähnliche moralische Lehren und Prinzipien hoch halten. Diese bilden die Grundlage für die Kinderklassen zur geistig-moralischen Erziehung, die die Bahá'í-Gemeinde Friedberg anbietet.

Die Klassen behandeln Themen wie Ehrlichkeit, Liebe, Vertrauenswürdigkeit und Freundlichkeit. Es geht um das Verstehen dieser Tugenden und vor allem darum, wie diese in Taten umzusetzen sind.
Die Kinder lernen dabei auf drei Ebenen: Mit dem "Kopf" - kognitiv, mit dem "Herzen" - emotional und mit den "Händen" - für die praktische Umsetzung im Alltag. Geschichten, Musik, Spiele, Kunst und Experimente werden in den Unterricht einbezogen.

Eingeladen sind alle Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren. Der Kurs findet alle 14 Tage am Wochenende jeweils von 10:30 - 12:30 Uhr für 2 Altersgruppen in Friedberg statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Lediglich ein Kostenbeitrag für Kursmaterialen wird erhoben.

Das aktuelle Kursprogramm bis Januar 2009 finden Sie hier zum Download.
Nähere Informationen erhalten Sie auch unter der Tel. 06031-791410 oder der angegebenen Kontaktadresse.


Juli 2008

Ich bin freundlich und sage die Wahrheit!

Ich bin freundlich und sage die Wahrheit!
Die Kinder zeigen ihren eigenen Leuchtturm - er ist ein Symbol für Ehrlichkeit, denn Ehrlichkeit ist die Grundlage aller menschlichen Eigenschaften und bringt Licht in das Dunkel

 

Vom 22. bis zum 24. Juli fand in Friedberg das erste Kindercamp als Initiative der Bahá'í-Gemeinde statt. Dabei wurden Themen wie "Ich sage die Wahrheit", "Eine freundliche Zunge" und "Ich mag Dich" anhand von Spielen, Musik, Bastelarbeiten und spannenden Experimenten gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Insbesondere die Experimente haben den Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren Spaß gemacht und ein tieferes Verständnis der Bedeutung von Ehrlichkeit und Höflichkeit gefördert. Ein weiterer und wichtiger Schwerpunkt des Kindercamps war der Abbau von Vorurteilen, wodurch die Kinder befähigt wurden, kulturelle Vielfalt und Anderssein zu schätzen und zu respektieren. Den Abschluss der drei Tage bildeten zwei Theaterstücke - "Die zukünftige Kaiserin" und "Die sieben Brüder", passend zu den Werten ehrlich und freundlich sein - für die Familien und Bekannten der Kinder.

Das nächste Kindercamp findet am 7. und 8. Januar 2009 statt und soll in Zukunft regelmäßig angeboten werden. Ferner wird alle 14 Tage eine zweistündige Kinderklasse angeboten, deren Schwerpunkt ebenfalls in der Vermittlung von Werten und sozialen Fähigkeiten liegt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der angegebenen Kontaktadresse oder unter der Tel. 06031-791410.


September 2005

Raum der Besinnung" zum Thema Familie

Raum der Besinnung" zum Thema Glück

 

Zu diesem Raum der Besinnung sind alle herzlich eingeladen!

Weitere Informationen zum Thema "Raum der Besinnung" finden Sie hier.

 

 

Freitag, 2. September 2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss
- Eintritt frei -


Juli 2005

"Raum der Besinnung" zum Thema Glück

Tausend Türen tut er auf, wo der Mensch außerstande ist, sich auch nur eine vorzustellen. Bahá'u'lláh "Raum der Besinnung" zum Thema Glück

Die Bahá'í-Gemeinde Friedberg lädt ein zu einer besinnlichen Veranstaltung, in der Gebete und Lesungen aus den Heiligen Schriften der verschiedenen Religionen zum Thema Glück gelesen werden.

Zu diesem Raum der Besinnung sind alle herzlich eingeladen!

Weitere Informationen zum Thema "Raum der Besinnung" finden Sie hier.

Freitag, 1. Juli 2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss
- Eintritt frei -


Juni 2005

Vortragsreihe "Denkanstöße" - Kinder - Kinder
Was tun?
Referentin: Ute Büser, Kriftel [1]

Vortragsreihe "Denkanstöße" Kinder – Kinder, Was tun?

Das größte Wunder, das wir erleben können ist, Eltern eines Kindes zu werden! Für dieses Kind wünschen wir alles Glück dieser Welt - wir übernehmen die schwierige Aufgabe, diesem Kind den Weg zu einem glücklichen, sozialen und erfolgreichen Menschen zu ebnen.

Doch schon nach kurzer Zeit sieht alles etwas anders aus: Oft fühlen wir uns hilflos, gar überfordert. Wir haben das Gefühl, der übernommenen Aufgabe nicht gerecht werden zu können und die Verantwortung ist kaum zu tragen. Schließlich hat uns niemand beigebracht, Eltern zu sein und mit dem Gefühl der Überforderung zurecht zu kommen. Es fehlt das Handwerkszeug.

Der Vortrag möchte Mut machen, die Aufgabe der Erziehung unserer Kinder anzunehmen und helfen, Schwierigkeiten zu bewältigen. Er möchte dazu beitragen, einige Probleme zu klären, sie in einem anderen Licht zu sehen oder gar zu verhindern; vielleicht eine andere Einstellung zu gewinnen oder als Anlass dienen, Verhaltensweisen auf beiden Seiten zu verändern; darauf zu achten, was wirklich wichtig ist und das Ziel der ganzen Anstrengung genauer zu definieren. Packen wir es an!

Im Anschluss ist genügend Raum zur Diskussion vorgesehen, um Fragen zu besprechen.

[1] Ute Büser (pensioniert)
Lehrerin in allen Schulzweigen; viele Jahre in der Lehrerausbildung und -fortbildung tätig; acht Jahre Dozentin für Deutsch in Taiwan; Mutter von 2 Kindern und 2 Pflegekindern.

Freitag, 3. Juni 2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss
- Eintritt frei -


Mai 2005

Vortragsreihe "Denkanstöße" - Neue Erkenntnisse zur Zukunft unseres Universums
Der Referent: Prof. Dr. Joachim Maruhn [1]

Vortragsreihe "Denkanstöße" - Neue Erkenntnisse zur Zukunft unseres Universums

Die Struktur und die Entwicklung des Universums, in dem wir leben, wird sehr erfolgreich durch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie beschrieben. Während allgemeine Übereinstimmung herrscht, dass unsere Welt in einer Urexplosion, einem "Big Bang" entstanden ist, haben Beobachtungen in letzter Zeit zum einen die Einsteinsche Theorie in verblüffender Weise ins Alltagsleben gebracht und andererseits die Vorstellungen über die künftige Entwicklung des Universums auf revolutionäre Weise verändert. Insbesondere geht man jetzt - im Einklang mit den Aussagen der Bahá'í-Religion - davon aus, dass das Weltall unbegrenzt weiter existieren wird. In diesem Vortrag wird zunächst die Ideenwelt Einsteins erläutert und dann die neueren Entwicklungen und ihre Konsequenzen nach dem Stand der Wissenschaft dargestellt.


[1] Prof. Dr. Joachim Maruhn ist Professor und geschäftsführender Direktor am Institut für Theoretische Physik der Universität Frankfurt am Main.

Termin: Freitag, den 6. Mai 2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss
- Eintritt frei -


April 2005

Die Bahá'í-Gemeinde Friedberg feiert das Ridván-Fest - 100 Jahre Bahá'i in Deutschland

Die Bahá'í-Gemeinde Friedberg feiert das Ridván-Fest - 100 Jahre Bahá'i in Deutschland

Die Zeit zwischen 21. April und 2. Mai hat für die weltweite Bahá'í-Gemeinde eine besondere Bedeutung: Ridván, ihr höchstes Fest, erinnert daran, dass im April 1863 Bahá'u'lláh, der Stifter der Bahá'í-Religion, erstmals öffentlich seine Botschaft verkündete.

Die Bahá'í-Gemeinde Friedberg hat am 21. April das Ridván-Fest mit Lesungen aus den Heiligen Schriften Bahá'u'lláhs und einem Buffet begangen. Dabei erfolgte auch die jährlich stattfindende Wahl des Geistigen Rates, des lokalen Führungsgremiums der Friedberger Bahá'i Gemeinde. In Friedberg fand erstmals vor 15 Jahren, im Jahr 1991, die Wahl dieser beratenden Körperschaft statt.

Bahá'u'lláh verkündete seine Botschaft 1863 im Garten Ridván bei Bagdad, unmittelbar vor der Fortsetzung seines leidensvollen Verbannungsweges. Von Persien ausgehend führte ihn diese Verbannung über Bagdad, Istanbul und Edirne schließlich in die entlegene Gefängnisstadt Akka an der Bucht von Haifa. Dort, im heutigen Israel, dem Heiligen Land mehrerer Religionen, liegt sein Grabmal umgeben von herrlichen Gärten.

In Deutschland fasste die Bahá'í-Gemeinde bereits 1905 Fuß und begeht in diesem Jahr das hundertste Jubiläum ihres Bestehens. Von Stuttgart ausgehend entstanden bald lebendige Gemeinden in ganz Deutschland. Einen Rückschlag bedeutete der zweite Weltkrieg und das durch einen Sondererlass Himmlers verfügte Verbot der Bahá'í, das auf den im Bahá'í-Glauben verankerten Gedanken der Völkerverständigung zurückzuführen war. Das erste große Unternehmen nach dem Krieg war die Errichtung des Europäischen Bahá'í-Hauses der Andacht in Hofheim am Taunus. Bahá'í aus aller Welt trugen dazu bei. Der 1964 eingeweihte Sakralbau steht als Stätte der Andacht und Meditation allen Menschen offen und ist ein Kulturdenkmal des Landes Hessen. Heute leben Bahá'í in fast 900 Orten Deutschlands. Sowohl auf örtlicher wie bundesweiter Ebene engagieren sie sich in einer Reihe von Projekten, u.a. im interreligiösen Dialog, für Integration, Geschlechtergleichstellung oder nachhaltige Entwicklung.


März 2005

Die Bahá'í feiern ein neues Jahr

Die Bahá'í feiern ein neues Jahr

Am 21. März beginnt für die Bahá'í weltweit mit dem Naw-Ruz-Fest ein neues Jahr. Auch die Bahá'í in Friedberg feiern den Beginn des Jahres 162.

Naw Ruz bedeutet "Neuer Tag". Das Fest fällt mit der Tagundnachtgleiche zusammen, dem Zeitpunkt, an dem für alle Orte der Erde Tag und Nacht gleich lang sind. In der nördlichen Halbkugel geht dies mit dem Beginn des Frühlings einher. So wie sich in der Natur nach dem Winter neues Leben regt, soll sich auch der Mensch geistig erneuern und stärken, um mit frischer Kraft für das Wohl seiner Mitmenschen und der Gesellschaft zu wirken. Diese innere Besinnung hat die neunzehntägige Fastenzeit zum Ziel, die dem Naw-Ruz-Fest vorangeht. Von 2. bis 20. März enthalten sich die Bahá'í zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang jeglicher Nahrung. Das körperliche Fasten ist dabei nur ein Symbol für die Loslösung von materiellen Dingen und die Befreiung von Abhängigkeiten. Es soll das Bewusstsein für die geistig-spirituelle Ausrichtung des Lebens schärfen und dient nicht zuletzt der Vorbereitung auf das neue Jahr.

Der Bahá'i-Kalender geht auf das Jahr 1844 zurück, als die junge Offenbarungsreligion im damaligen Persien gestiftet wurde. Die internationale Bahá'í-Gemeinde repräsentiert Menschen aller Nationen und Kulturen; sie bilden einen Querschnitt der Menschheit aus über 2000 Ethnien (Völkern) und mehr als 200 Ländern.


Februar 2005

Denkanstöße: Vortrag "Gentechnik und Ethik" am 4.3.2005
Der Referent: Dr. Hansjörg Walther [1]

Nicht nur Klonen ist eine genetische Dummheit - Auf der Suche nach einem ethisch vertretbaren Standpunkt

Die Anwendung gentechnischer Verfahren wird derzeit in Politik, Wirtschaft, Forschung und in der Gesellschaft heiß diskutiert. Diese Diskussion wirft nicht nur viele Fragen auf, sondern bereitet auch Unsicherheit und Ängste in der Bevölkerung. Die Bandbreite reicht dabei von "Gen-Food" als zukünftigem Nahrungsmittel, bis hin zur Anwendung der Gentechnik im Humanbereich. Zum Schwerpunkt der Anwendung moderner gentechnischer Methoden in der Embryonen-Forschung und im Humanbereich werden die verschiedenen Verfahren

  • Embryonale Stammzellenkultur
  • Präimplantationsdiagnostik
  • Therapeutisches und reproduktives Klonen
  • Gen-Diagnose und Gen-Transfer

auf wissenschaftlich sachlicher Basis vorgestellt. Der Referent nimmt eine fundierte kritische Bewertung aus der Sicht eines Genetikers vor und setzt sie in Beziehung zu den ethischen Maßstäben der Weltreligionen und insbesondere der Baha'i-Religion.

Der Vortrag soll Anlass zur Diskussion bieten und dazu beitragen, die Umsetzung von Gentechnik in unserer Zeit richtig einzuschätzen, sowie Gefahren und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

[1] wissenschaftlicher Direktor i.R. am ehemaligen Institut für Resistenzgenetik der Bundesanstalt für Züchtungsforschung in Grünbach bei München hat über 30 Jahre im Bereich der angewandten Züchtungsforschung gearbeitet und dabei auch die modernen gentechnischen Verfahren eingehend kennen gelernt. Die Vor- und Nachteile dieser Verfahren werden vor allem aus der Sicht der quantitativen Genetik beurteilt.


Termin: Freitag, den 4.3.2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss


Januar 2005

Denkanstöße: Vortrag "Junges Gemüse und altes Eisen unter einem Dach?" am 4.2.2005
Vortrag von Monika Schramm, Steinau

Junges Gemüse und altes Eisen unter einem Dach?

Auf der einen Seite gibt es immer mehr Singles, auf der anderen gewinnt die Familie an Bedeutung. Was lange als Hort von Spießertum galt, soll heute wieder für alle Generationen von Vorteil sein. Damit das Zusammenleben mehr Lust als Frust bringt, müssen aber bestimmte Rahmen-bedingungen gegeben sein - sowohl materielle wie ideelle. Wie können sich alle Beteiligten auf ein bereicherndes Miteinander vorbereiten? Wie können sie Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Generationen lösen? Auf solche Fragen sollen Antworten gesucht werden.

Termin: Freitag, den 4.2.2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss


Januar 2005

Denkanstöße: Vortrag "Ein Gott, eine Menschheit, warum so viele Religionen?" am 14.1.2005
Vortrag von Hans-Jürgen Klapp, Wächtersbach

"Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist." Bahá'u'lláh


Die verschiedenenen Religionen der Welt machen ein Zusammenleben der Menschheit nicht immer leicht. Glaubensunterschiede, Dogmen, Riten und Unwissenheit führen leider immer noch zu Hass, Streit und sogar Krieg. Hans-Jürgen Klapp, der Referent des Abends, versucht mit Hilfe eines modernen Märchens die Ursache hinter den unterschiedlichen Erscheinungsbildern der Religionen aufzuspüren. Bei genauerem Hinsehen überwiegen die Gemeinsamkeiten in den Religionen. Der Vortrag hat zum Ziel, religiöses Verständnis für einander aufzubauen und präsentiert als ein Symbol für die Einheit der Menschheit und die der Religionen den Berg Karmel in Israel, heiliger Berg für vier weltweit verbreitete Religionen - das Judentum, das Christentum, den Islam und die Bahá'í-Religion.

Termin: Freitag, den 14.1.2005
20 Uhr
Stadthalle Friedberg, Studio-Raum im Untergeschoss


"Ohne Zweifel verdanken die Völker der Welt, welcher Rasse oder Religion sie auch angehören, ihre Erleuchtung derselben himmlischen Quelle. Sie sind einem einzigen Gott untertan. Unterschiede der Regeln und Riten, denen sie folgen, müssen den wechselnden Erfordernissen und Bedürfnissen der Zeitalter zugeschrieben werden, in denen sie offenbart wurden."